Category Archives: Stationen
Die Diemel
Entlang eines Fließgewässers gibt es unterschiedliche Lebensgemeinschaften. Die Verbreitung der Arten hängt von ihren spezifischen Umweltansprüchen ab, zum Beispiel von Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und dem Vorhandensein geeigneter Laichgründe. Die Diemel oberhalb von Warburg ist der Äschenregion zuzuordnen. Neben der Äsche als Leitfischart kommen Bachforelle, Mühlkoppe, Bachneunauge oder Elritze vor. Kennzeichnend für die Äschenregion sind ein hoher […]
Ein Platz an der Sonne
Im schattigen Wald gibt es längs des Weges immer wieder kleinere Lichtungen, auf denen die Sonnenstrahlen den Boden erreichen. Hier ist es ausreichend hell, so dass sich Arten des Offenlandes und der Säume ansiedeln können. Die Vorkommen von Weißdorn, Schlehe und Heckenrose sowie Hornklee oder Wirbeldost sind Anzeiger dafür, dass sich in diesem Bereich vor […]
Naturwald Kulturwald
Die Diemelhänge wären von Natur aus weitgehend von Buchenwald bedeckt. Mit Zunahme der Bevölkerung ist die Nutzung des Waldes aber schon im Mittelalter aus den günstigsten Lagen heraus auf randliche, weniger ertragreiche Standorte ausgeweitet worden. Schon damals hatte der Mensch den Wald mit seinen Weidetieren in karge Hutungen umgewandelt und noch bis Mitte des letzten […]
Wegbegleiter des Menschen
Mit den Feldfrüchten hat der ackerbautreibende Mensch ungewollt auch viele weitere Pflanzenarten mit nach Mitteleuropa gebracht. Sie prägten über viele Jahrtausende das Erscheinungsbild der Äcker. Ackerwildkräuter wie Acker-Hahnenfuß, Einjähriger Ziest oder Feldsalat gibt es schon seit der Bronzezeit auf unseren Äckern. Andere attraktive Blütenpflanzen wie Venusspiegel, Knollen-Platterbse oder Rittersporn wanderten erst im Mittelalter in Mitteleuropa […]
Weiden als halbnatürliche Lebensräume
Grasland gibt es in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Es entstand allmählich durch Beweidung und/oder Mahd und gehört seit langem zu den prägenden Elementen der europäischen Kulturlandschaft. Manche Typen von Grasland sind schon vor mehreren Jahrtausenden entstanden, andere gibt es dagegen kaum länger als 100 Jahre oder sie sind sich noch in der Neubildung. Kennzeichnend für das […]
Die Dreifelderwirtschaft
In der Lößbörde um Warburg und Borgentreich wurde bereits im Mittelalter ein hochproduktiver Getreidebau betrieben. Die starke Ausbreitung des Ackerbaus in der Umgebung sieht man besonders gut vom Desenberg aus. Die Bestellung der Felder geschah nach dem Prinzip der Dreifelderwirtschaft. Hierzu wurde die Feldflur eines Dorfes in drei „Zelgen“ aufgeteilt, die in den ersten beiden […]
Die Schlacht bei Warburg
Weit schweift der Blick vom Heinberg über die Warburger Börde bis hin zum Desenberg im Osten. Nördlich ziehen sich mehrere parallel verlaufende sanfte Höhenzüge von Ossendorf im Westen bis hin nach Warburg im Osten. Entlang dieser Höhenzüge hatten die Franzosen im Juli 1760 mit etwa 20.000 Mann und 24 Geschützen Stellung bezogen. Der Feind wurde […]
Der Heinturm
Ein einheitliches Staatsgebilde existiert in Deutschland erst seit 1871. Vorher dominierte die Kleinstaaterei mit unzähligen, zumeist völlig zerstrittenen kirchlichen und weltlichen Herrschaften, die sich entweder bekämpften oder aber mit einander koalierten. Auch die Städte hatten eigene Territorien, die sie gegen ihre Nachbarn oder gegen Räuberbanden und Viehdiebe verteidigen mussten. Es waren damals also äußerst unruhige […]
Mittelwald am Heinberg
Acker, Grünland und Wald waren über Jahrhunderte fester Bestandteil der landwirtschaftlichen Nutzungssysteme. Der Übergang von einem Lebensraum zum anderen war fließend. Äcker wurden einige Jahre zum Anbau von Feldfrüchten genutzt, um danach als Brache in die Beweidung einbezogen zu werden. Grünland wurde auf schlechteren Standorten gelegentlich zu Acker umgebrochen, um dort ein oder zwei Jahre […]
Wie Schafe die Landschaft gestalten
Kalk-Halbtrockenrasen entstanden bzw. sind…entstanden durch Jahrhunderte lange Beweidung durch Schafe oder Ziegen. Vier Faktoren haben im Wesentlichen zur Entstehung der Halbtrockenrasen beigetragen: Schafe wurden früher gehütet und verbrachten die Nacht im Pferch, der oft auf einem brachliegenden oder abgeernteten Acker aufgeschlagen wurde. Weil die Tiere verstärkt in ihren Ruhephasen abkoten, wurden so die Äcker gedüngt. […]